Marine Küstenbatterie Trondenes
Die Geschützbatterie auf der bewaldeten Halbinsel Trondenes wurde von den Deutschen im Jahre 1942 gebaut. Die Geschütze sollten die nördliche Einfahrt in den Hafen von Narvik schützen, während die Geschütze der Schwesterbatterie auf der Insel Engeløy die westliche Zufahrt abschirmten. Beide Batterien waren mit 40,6 cm Geschützen bestückt, Spitzname Adolf Geschütze. Diese Geschütze wurden von Krupp zur Ausrüstung von sechs neuen Super-Schlachtschiffen gebaut. Der Auftrag für die Schlachtschiffe wurde aber gestrichen und stattdessen die Kanonen im Atlantikwall verwendet. Im August 1943 waren die vier Geschütze einsatzbereit, während der Ausbau der Geschützbatterie bis zur Kapitulation im Mai 1945 fortgesetzt wurde.
Für den Bau der vielen Bunker war die Organisation Todt zuständig, die Bauarbeiter waren russische Kriegsgefangene. Es wird geschätzt, dass 800 Russen während des Baus der Batterie Trondenes starben.
Die schweren Geschütze hatten, wenn die Granate mit 569,67 kg benutzt wurde, eine Reichweite von ca. 55 km, die Standardgranate wog 997,7 kg und reduzierte die Reichweite auf ca. 42 km. Das Geschützrohr selbst war etwa 21 m lang und hatte eine Haltbarkeit von 250 bis 300 Granatabschüssen.
Nach dem Krieg übernahm die norwegischen Marine die Batterie und diese blieb bis 1964 einsatzbereit.
Es ist heute möglich, die Batterie bei Führungen zu besichtigen.




